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Honig Schleudern, Rühren und Abschäumen leicht gemacht

Nachdem die Bienen über den Frühling und den Frühsommer fleißig Nektar gesammelt und zu Honig verarbeitet haben, geht die richtige Arbeit für den Imker erst los, das Honig Schleudern. Wenn es Fragen zu  "Wie entsteht Honig?" gibt, klickt drauf, denn auf diese und weitere Fragen gehe ich ein und liefere hilfreiche und ausführliche Antworten.

Doch zurück zu unserem Thema, im Sommer muss der Imker, wenn er den Verdacht hat, dass die Bienen mit der Honigproduktion fertig sind, die Bienenstöcke kontrollieren. Dabei schaut er nach, ob die Waben, welche sich im Bienenstock befinden, gedeckelt sind. Die Bienen "deckeln" den Honig, mit einer Wachsschicht zu, um ihn rein zu halten und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Ungedeckelte Waben sind erkennbar deutlich von gedeckelten Waben zu unterscheiden. Anschließend sollte der Imker noch ca. 5-6 Tage warten um den Honig reifen zu lassen. Der ideale Reifegrad befindet sich zwischen 20-15 % Wasseranteil, ansonsten fängt der Honig an zu gären oder steinhart zu werden. Den Wassergehalt kann der Imker durch einen Refraktometer* feststellen (wenn sie auf Refraktometer klicken, werden sie direkt zum Produkt verlinkt).

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Nun zum Honig schleudern

Sie sollten als Imker nicht allzu früh in mit dem Honig Schleudern anfangen, die Bienen müssen ausgeschwärmt sein. Es sollte ein sonniger Tag sein und auf keinen Fall Gewitter im Anmarsch sein, da sind die Bienen sehr stechwütig und stören nur bei der Arbeit. 

Am Abend zuvor sollten die Bienenfluchten zwischen Bienen- und Honigraum gelegt werden. Danach sollten alle notwendigen Gegenstände sorgfältig bereitgestellt werden um einen reibungslosen Ablauf während des Schleudern zu gewährleisten.

Der arbeitsablauf für das schleudern

Öffnen sie den Bienenstock und nehmen sie die einzelnen Waben heraus. Schauen sie danach nach dem Volk und entfernen sie die Bienenfluchten. Setzen sie möglichst schnell wieder neue Honigräume ein, vorausgesetzt das ist nicht ihre letzte Schleuderung dieses Jahr.

Den Honig rühren und abschäumen

Der Honig fängt nach dem Schleudern an, auszukristallisieren, bei diesem Vorgang bilden sich Zuckerkristalle. Damit der Honig seine Streichfähigkeit bei behält, muss er möglichst schnell gerührt werden. Um zu vermeiden, dass der Honig am Ende beim Abfüllen von Pollen verunreinigt ist, muss er abgeschäumt werden.

den Honig richtig rühren und Abschäumen

Nach dem Honig Schleudern, sollte man den Honig eine Nacht stehen lassen, dann entfernt man die "dreckige" obere Schicht mit einer Spachtel. Anschließend rührt man den Honig ordentlich durch, für einen Anfänger reicht ein einfacher, stabiler Holzlöffel. Während des rührens sollte der Honig ein paar mal kräftig durchgestampft werden um die entstandenen Zuckerkristalle im Honig zu verteilen. Diesen Vorgang wiederholt man alle 12 Stunden je nachdem, 3-5 mal bis er zu kandieren beginnt.

Honig richtig abfüllen

Sie brauchen zum Abfüllen des Honigs unbedingt passende Honiggläser, am Besten sie nehmen welche vom Deutschen Imker Bund. Zudem benötigen sie einen geeigneten Abfüllbehälter, eine geeichte Waage mit einer ausreichend hohen Skalierung um den Honig abzuwiegen. Wenn der Honig anschließend verkauft werden soll, muss er den gesetzlichen Anforderungen des Lebensmittelrechts, speziell der Honigverordnung eingehalten werden. Das Gewicht des Inhalts muss mit dem angegebenen Gewicht übereinstimmen. Die Gläser müssen etikettiert sein.

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